Was kostet Böschungspflege wirklich? Fräsen vs. Mulchen im ehrlichen Vergleich
Kurzfassung: Mulchen ist pro Einsatz billiger, muss aber 2–3× jährlich wiederholt werden. Fräsen kostet pro Einsatz mehr, hält aber 3–5 Jahre. Über einen 5-Jahres-Zeitraum ist Fräsen deutlich günstiger als regelmäßiges Mulchen. Dieser Artikel zeigt, warum.
„Der andere ist günstiger" – warum der Preis allein nichts aussagt
Das häufigste Argument bei der Böschungspflege: „Wir haben ein günstigeres Angebot." Das mag stimmen – pro Einsatz. Aber Böschungspflege ist kein Einmal-Projekt. Es geht um die Gesamtkosten über mehrere Jahre. Und da dreht sich das Bild.
Wer nur mulcht, pflegt jedes Jahr nach. Wer einmal gründlich fräst, hat 3–5 Jahre Ruhe. Die Frage ist nicht „Was kostet ein Einsatz?" – sondern „Was kostet mich die Böschung über 5 Jahre?"
Warum günstige Böschungspflege langfristig teurer wird
Viele Anbieter setzen auf Mulchen – eine oberflächliche Methode, bei der nur das sichtbare Grün entfernt wird. Das geht schnell und wirkt sofort. Aber:
- Die Wurzeln bleiben intakt und treiben nach 4–8 Wochen neu aus
- Es braucht 2–3 Einsätze pro Jahr, um die Böschung offen zu halten
- Stöcke und Steine bleiben im Boden – Folgearbeiten wie Nachsaat oder Gradierung werden erschwert
- Wurzelstöcke und Unebenheiten beschädigen Mulcher und Maschinen bei jedem weiteren Einsatz
Das Ergebnis: Wiederkehrende Kosten, keine langfristige Wirkung. Und kein Material für die Wiederherstellung der Oberfläche.
Fräsen statt Mulchen: Was den Unterschied macht
Unser Frässystem arbeitet anders: Die Wurzeln werden mechanisch aufgeschlagen, trocknen aus und keimen nicht mehr nach. Gleichzeitig bleibt der Wurzelkörper im Boden – er stabilisiert die Böschung weiterhin und verhindert Erosion.
Die Vorteile auf einen Blick:
- Pflegeintervall: 3–5 Jahre statt jährlich
- Saubere Oberfläche – sofort bereit für Nachsaat oder Gradierung
- Kein Fremdmaterial nötig – der Bestand wird mit dem Untergrund vermischt
- Hangstabilität bleibt erhalten – Wurzelkörper im Boden
- Auch in Steillagen und steinigem Gelände einsetzbar
Fräsen vs. Mulchen: Der 5-Jahres-Vergleich
Ein Rechenbeispiel: Gleiche Böschung, zwei Methoden, über 5 Jahre betrachtet:
| Mulchen | Fräsen | |
|---|---|---|
| Kosten pro Einsatz | Niedrig | Höher (ca. 2–3× Mulchen) |
| Einsätze pro Jahr | 2–3× | – |
| Einsätze in 5 Jahren | 10–15× | 1–2× |
| Gesamtkosten 5 Jahre | 10–15 Einsätze aufsummiert | 1–2 Einsätze – deutlich weniger |
| Zustand nach 5 Jahren | Gleicher Pflegebedarf wie am Anfang | Stabile, pflegeleichte Böschung |
Hinweis: Die Kosten variieren je nach Böschungshöhe, Bewuchs, Steilheit und Zugänglichkeit. Wir besichtigen jede Fläche vor Ort und erstellen ein individuelles Angebot auf Laufmeterbasis – transparent und vergleichbar.
Was steckt hinter dem Preis bei Erdbau Bayer?
Unsere Preise sind ehrlich kalkuliert. Was im Angebot enthalten ist:
- Spezialfräse – für Steillagen und steinigen Untergrund entwickelt
- Liebherr-Radbagger + Grader – für Profil und Nacharbeit
- Fachpersonal mit über 40 Jahren Erfahrung in der Böschungspflege
- Persönliche Besichtigung vor Ort – keine Ferndiagnosen
- Angebot auf Laufmeterbasis – transparent und vergleichbar
- Optional: Energieholzgewinnung und Lagerung auf Wunsch
Was wir nicht machen: Pauschalangebote ohne die Fläche gesehen zu haben. Jede Böschung ist anders – und das Angebot muss das abbilden.
Wann lohnt sich Fräsen – und wann reicht Mulchen?
Fräsen ist nicht immer die beste Lösung. Eine ehrliche Einordnung:
Fräsen lohnt sich bei:
- Böschungen an Forststraßen und Gemeindestraßen mit regelmäßigem Pflegebedarf
- Stark verwachsenen Flächen mit Sträuchern und kleinen Bäumen
- Steillagen, wo Mulcher an ihre Grenzen kommen
- Flächen, die für Nachsaat oder Gradierung vorbereitet werden sollen
- Langfristiger Pflegeplanung (Gemeinden, Forstbetriebe)
Mulchen kann ausreichen bei:
- Reiner Graspflege ohne Verbuschung
- Flachen Böschungen mit geringem Bewuchs
- Einmaligen Pflegemaßnahmen ohne Langfristplanung
Wir beraten ehrlich – auch wenn das Ergebnis ist, dass Mulchen in Ihrem Fall reicht.
Häufige Fragen zu Böschungspflege-Kosten
Was kostet Böschungspflege pro Laufmeter?
Das hängt von Böschungshöhe, Bewuchs, Steilheit und Zugänglichkeit ab. Fräsen kostet pro Einsatz mehr als Mulchen – rechnet sich aber über 5 Jahre deutlich, weil nur alle 3–5 Jahre ein Einsatz nötig ist. Wir kalkulieren nach Besichtigung auf Laufmeterbasis.
Warum ist Fräsen pro Einsatz teurer als Mulchen?
Die Fräse arbeitet tiefer und gründlicher – das braucht mehr Maschinenleistung und Zeit. Dafür entfallen die 2–3 jährlichen Nachpflege-Einsätze, die beim Mulchen nötig sind.
Wie wird das Angebot kalkuliert?
Wir kalkulieren auf Laufmeterbasis nach Besichtigung vor Ort. Keine Pauschalangebote ohne die Fläche gesehen zu haben. So wissen beide Seiten, was im Preis enthalten ist.
Gibt es Förderungen für Böschungspflege?
Ja – über den Waldfonds und Landesförderungen sind Zuschüsse für maschinelle Bodenbearbeitung möglich. Details dazu in unserem Waldfonds-Artikel.
Kann ich Böschungspflege mit anderen Leistungen kombinieren?
Ja – wir kombinieren Böschungspflege oft mit Forststraßen-Sanierung oder Rekultivierung. Ein Einsatz, mehrere Leistungen, weniger Anfahrtskosten.
Fläche besichtigen lassen – kostenlos und unverbindlich
Schicken Sie uns die ungefähre Lage und Länge Ihrer Böschung – wir melden uns für einen Vor-Ort-Termin. Erst besichtigen, dann anbieten. So machen wir das seit über 40 Jahren.

